Farbgebung & Webdesign

Heute haben wir ein wahres Farbenspiel im cleveren Marketing Blog.

Der Mensch ist ein Trichromant. Er besitzt drei verschiedene Farbrezeptoren zur Wahrnehmung seiner Umwelt, wobei die L-Zapfen für die Farbe Rot, die M-Zapfen für Grün und die S-Zapfen für Blau zuständig sind. Aus diesen Vorgaben formt unser Gehirn all die verschiedenen Töne und jede Farbgebung, die wir sehen. Diese haben natürlich auch die unterschiedlichsten Auswirkungen auf unsere Emotionen und Empfindungen:

Einheitlichkeit:
Das Zusammenspiel von Farben ist natürlich sehr wichtig. Starke Schwankungen in der Farbgebung (wie zum Beispiel ein plötzlicher Wechsel von Rot zu Geld) sorgt für Aufmerksamkeit, wirkt sich aber eher negativ auf uns aus, da ein extreme Unterschied als unpassend oder abstoßend gewertet wird. Komplimentärfarben sollten ebenfalls nicht mit abrupten Übergängen verwendet werden.
Wir empfehlen die Wahl einer einzigen Hauptfarbe, die Sie in unterschiedlichen Tönen immer wieder im Design verwenden. Dies sorgt für eine Assoziation mit Ihrer Seite und kann einem User ein vertrautes Gefühl verschaffen. Auch hier ist jedoch zu beachten, dass die Farbe nicht zu oft in Ihrer Tönung schwankt, oder zu grell wird. Speziell beim Gestalten des Hintergrunds sollte eine eher dunklere Färbung genutzt werden, da diese auf großen Flächen einen beruhigenden Effekt ausübt.

Kalt- und Warmempfinden:
Farben, die man allgemein mit dem Sommer verbindet, werden natürlich auch mit Wärme und Freundlichkeit verbunden. Dazu zählen Geld, Rot, Orange, Hellbraun oder Grün. Je nach Thema Ihrer Webseite können Sie dies natürlich nutzen.
Farben, die man allgemein mit dem Winter verbindet, werden hingegen mit Kälte assoziiert. Dazu zählen Blau, Grau oder Weiß. Doch kann auch dies zu positiven Empfindungen führen. Ein helleres blau wird zum Beispiel mit dem Meer in Verbindung gesetzt und somit mit einem Urlaub.
Als ein konkretes Beispiel könnte man einen Reiseblog im Vordergrund mit einladenden, warmen Farben und den Hintergrund mit einer meerblauer Fläche gestalten.

Schattierung:
Durch gezieltes Einbinden von Schatten kann eine zweidimensionale Webseite für den Betrachter annähernd räumlich wirken. Dies sollte natürlich ebenfalls nicht übertrieben werden und auch die vorhandene Farbgebung nicht zu sehr verdunkeln. So kann das Gefühl erzeugt werden, dass der Hauptcontent der Webseite sich vom einheitlichen Hintergrund abhebt und dem User sogar entgegen kommt. Dabei empfinden Ihre Besucher dezent und richtig gesetzte Schatten an den Rändern von Inhalten, als angenehm, da sie so eine aus dem Alltag bekannte, natürliche Beschaffenheit von Objekten imitieren.


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