Unternehmen in Sozialen Netzwerken – Über Möglichkeiten und Risiken

Als Mark Zuckerberg Facebook gegründet hat, war er sich sicher nicht bewusst wie erfolgreich das Social Media Netzwerk einmal sein wird. Mittlerweile melden sich gehäuft Stimmen, die Social Media Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. bereits als fünfte Staatsgewalt bezeichnen, die Informieren, aber eben auch Manipulieren kann. Gerade im Marketing ist Social Media unersetzlich geworden – bietet es doch die Möglichkeit nicht nur Zielgerecht zu werben, sondern auch ein schnelleres Feedback über Produkte und neue Werbe-Kampanien zu erhalten. Die Sozialen Medien bieten den Unternehmen nicht nur einen Kanal zur Informationsverbreitung an, sondern ermöglichen eine direkte Kommunikation mit seinen Stakeholdern. Unternehmen, die diese Möglichkeit erfolgreich nutzen, können bei Ihren Kunden ein größeres Markenzugehörigkeitsgefühl kreieren.

Jedoch, bieten Soziale Netzwerke nicht ausschließlich Vorteile für Unternehmen. So können Interessengruppen, über die weitreichenden Social Media Netzwerke, genauso schnell imageschädliche Informationen verbreiten. Als das Unternehmen Nestlé ein Greenpeace Video löschte, in welchem Greenpeace Nestlé aufforderte die Benutzung von Palmöl einzustellen, löste das In den Sozialen Netzwerken einen Sturm der Entrüstung aus. Man warf Nestlé Zensur vor. Greenpeace rief zu einem Boykott von Nestle Produkten auf, welcher schnell eine Menge Unterstützer in den Sozialen Netzwerken bekam.

Nestlé war durch diese Aktion so unter Druck geraten, dass sie gezwungen waren die Verträge mit Ihren Palmöl-Zulieferern zu Kündigen. Zusätzlich stellte Nestlé einen Plan auf, der besagt, zukünftig Rochstoffe aus Urwaldabholzung nicht in die Produktion einzubeziehen.

Man muss aber gar nicht so weit gehen. Viele Kunden, die sich über ein Produkt oder eine Dienstleistung beschweren, machen dies heutzutage oft über Facebook oder Twitter. Jeder potenzielle Kunde kann diese Beschwerde sehen und dadurch von dem Kauf des Produktes abgeschreckt werden und das, obwohl die Beschwerde vielleicht aus Wut – und dadurch übertrieben formuliert wurde. Aus diesem Grund sollte sich jedes Unternehmen, das in den Sozialen Medien aktiv ist, eben auch über mögliche negative Konsequenzen im Klaren sein.

 

Bild: © Leon Brooks (gemeinfrei)